Beitrag zur Tagung Nachhaltigkeit in der Krise? |
Die Krise eröffnet Chancen für eine nachhaltiges EntwicklungTagung zum Netzwerkprojekt "Zukunftfähigkeit Deutschlands in einer globalsisierten Welt"
Impulse gaben Ralph Rischmüller (Bereichsleiter Facility Management MVV Energie AG, Mannheim), Franz Berno Breitruck (Unternehmensberater, attempto, München) und Walter Herre (Arbeitskreis Bildung & Wirtschaft der Wirtschaftsjunioren Karlsruhe). Change or dieEine konzeptionelle Gesamtperspektive für das Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit ("Global Governance“) lieferte abschließend der Politik- und Wirtschaftsberater Henning Banthien vom Institut für Organisationskommunikation Berlin (IFOK). Statt sich auf das scheinbare Kerngeschäft zu konzentrieren, gelte es für deutsche Unternehmen, die Krise "als Chance für eine nachhaltige Positionierung“ zu nutzen. Es gelte die Devise „Change or die (Verändere dich oder du stirbst)“. Immer mehr werde deutlich, dass Nachhaltigkeit "ein Innovationstreiber innerhalb der Unternehmen ist“. Betroffene zu Beteiligten machenDas Schlusspodium stand unter dem Thema "Nachhaltiges Wirtschaften als ökologische Notwendigkeit und strategische Aufgabe“. Gerhard Scherhorn rief die evangelische Kirche zum konkreten Handeln auf, indem sie, "eine solide Regulierung der Finanzmärkte fordert“. Es gäbe viel zu viele unregulierte Bereiche bei Banken. Insbesondere sei eine "Reform der Eigenkapitalunterlegung“ notwendig. Henning Banthien drückte die Hoffnung aus, dass die Kirche zusammen mit ihren Mitgliedern eine Nachhaltigkeitsagenda formulieren würde. Georg Lämmlin sagte abschließend, die evangelische Kirche solle sich intensiv in den öffentlichen Diskurs einbringen: es sei die eigentliche Stärke des Protestantismus, "die Betroffenen zu Beteiligten eines aktiven Prozesses zu machen“. Die Tagung war eine Veranstaltung im Rahmen des Netzwerkprojektes "Zukunftsfähigkeit Deutschlands in einer globalisierten Welt", das die Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) 2009 und 2010 initiiert haben. Est will Impulse für eine notwendige gesellschaftliche Debatte geben. Ralf Stieber, Karlsruhe, 6. Juli 2009 |