Beitrag zu "Am Ende gewinnen alle!" 2009 |
Der dritte Sektor schafft Werte und Normen5. Südwestdeutsches Fundraising Forum
Wirkung gemessen würde. Öffentlichkeit und Spender würden immer stärker nachfragen, ob die Versprechen der NPOs auch eingehalten werden. Skandale wie der "UNICEF-Skandal", der auf fehlende Professionalität zurückzuführen sei, gefährde die gesellschaftliche Akzeptanz. Neun WorkshopsIn neun intensiven Workshops setzten sich Einsteiger und Fundraisingprofis mit Themen wie Onlinespenden und Web 2.0, Spendenwerbung für Organisationen bei Jubiläen oder wie Ehrenamtliche für aktives Fundraising zu begeistern sind auseinander. Für die Qualität der Workshops bürgen Lothar Schulz von der Fundraising Akademie Frankfurt, Udo Schnieders vom Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg, die Sozialmarketing-Fachfrau Dr. Brigitte Reiser (Stuttgart), Alexa Gröner vom Fundrasisingbüro Bistum Hildesheim, Kai Dörfner, Kommunikationschef der Freunde und Förderer der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart, Andreas Schiemenz von der Fundraising Factory Hamburg, Hilke Hantel (PR&Marketing Singen) und Jan Uekermann, Fundraiser bei Unsere kleinen Brüder und Schwestern e.V. in Karlsruhe. Erfolgreich: das Forum sammelt selbstSehr erfolgreich war die Aktion "Das Forum sammelt selbst" unter der Leitung von Volker Erbacher (Karlsruhe), Fundraiser der Diakonie Baden. Drei Organisationen konnten nach einem "Europa-Wahlkampf für ihr Anliegen" anteilig die Summe von 421 EUR mit nach Hause nehmen, die während des Forums gesammelt wurden. Das Rennen machte die AIDS-Hilfe Karlsruhe e.V. knapp vor dem Christlichen Jugenddorfwerk Creglingen mit dem Projekt "Chance" im Jugendstrafvollzug und dem Kreisjugendring Rems-Murr mit "Handicap im Ehrenamt". Spätestens da wurde deutlich, das Fundraising eine Investition in die Zukunft gerade auch kleiner und mittlerer Organisationen und Kirchengemeinden sein kann. Allerdings gelingt dies nicht von selbst. Es braucht Menschen, die professionell dazu anleiten und zugleich Ehrenamtliche, die bereit sind, Zeit für den guten Zweck zu investieren. Schnelle Hilfe per InternetIm Schlussvortrag erläuterte Thilo Reichenbach (Bonn) am Beispiel der "Aktion Deutschland hilft" - ein Bündnis von 18 renommierten deutschen Hilfsorganisationen - welche Chancen das Internet für das Fundraising bietet. Gerade im Falle großer Katastrophen gehe es darum, gemeinsam schnelle, effektive und koordinierte Hilfe zu leisten. Inzwischen würden Online-Spenden in signifikanter Höhe erzeugt, so nach der Tsunami-Katastrophe 2004 in Südasien oder aktuell für Flüchtklinge in Sri Lanka. Ralf Stieber, Karlsruhe, 10. Juni 2009 |