Meldung "Gemeinsam wohnen im Alter "
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Experten: Politik muss neue Wohnformen für Senioren unterstützen

Karlsruhe/ Bad Herrenalb (epd). Neue Wohnformen für ältere Menschen müssen künftig verstärkt auch von Bund, Länder und Kommunen gefördert werden. Alexander Grünenwald, der Geschäftsführer der Bauwohnberatung Karlsruhe, begründete dies im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit dem zunehmenden Bedarf an speziellen Angeboten für Senioren. Es sei vorstellbar, dass der Staat Finanzierungs- oder Kreditprogramme entwickele und es älteren Menschen auf diese Weise leichter mache, in ein Wohnprojekt zu investieren.

"Davon sind wir aber noch weit entfernt", bedauerte der Mitinitiatore der Karlsruher Initiative "bed and roses", die von der Bauwohnberatung Karlsruhe ins Leben gerufen wurde und Initiativen für selbst bestimmtes Wohnen im Alter bei der Realisierung begleitet. Die Stadtentwicklung aber müsse sich künftig in allen Bereichen auf den demografischen Wandel einstellen und deshalb auch verstärkt auf die Bedürfnisse von älteren Menschen eingehen.

Auf der Tagung "Gemeinsam wohnen im Alter", die in der Evangelischen Akademie Baden in Bad Herrenalb stattfand, haben nach Angaben der Veranstalter Experten aus Wissenschaft, Kirche und Politik über Chancen, Probleme und Perspektiven neuer Wohnformen für Senioren diskutiert.

In Karlsruhe wurde mit dem Wohnprojekt "Zukunft Alternativ Gestalten" (ZAG) bereits eine dieser neuen Wohnformen umgesetzt. Ein weiteres Projekt der Bauwohnberatung mit 70 Wohneinheiten ist derzeit in Kirchfeld-Nord in der Entwicklung. Informationen im Internet unter www.bedandroses.de.

 

epd Südwest, 10. 11. 2006

 

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