Die Evangelische Akademie Baden
1986
Im Jahr des Reaktorunfalls von Tschernobyl veranstaltete Dr. Nüchtern die Problemtagung Gen-Ängste. Wissenschaftsverantwortung im Horizont der Gen-Technik, bei der u.a. die Professoren Esche, Flämig, Gründel und Herrlich mitwirkten. Die Tagung regte zur Reflektion an, inwieweit die Gentechnik Chancen für die Menschheitsprobleme bietet oder die Gefahr einer vollständigen Manipulation der Natur heraufbeschwört.
Streitbar gab sich die Akademie auf der Tagung Rüstungsproduktion in der Bundesrepublik ein Beitrag oder Hindernis zum Frieden?, die Gerhardt Langguth, Dr. Ullrich Lochmann, Kurt und Traudel Kern in Hohenwart veranstalteten. Hintergrund der Debatte war u.a. die geplante Weltkonferenz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, auf der die globalen Verflechtungen und damit auch die Frage der Schuld deutlich fokussiert werden sollten. Ein Jahr nach Tschernobyl fand dann schließlich die Akademietagung als ob Tschernobyl nicht gewesen wäre zusammen mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und dem Umweltbeauftragten der badischen Landeskirche, Gerhard Liedke statt, auf der die Risiken der Kernenergie noch einmal deutlich vor Augen geführt wurden (vgl. auch Abb. 23).
Letzte Änderung: 12. Januar 2000, © Ralf Stieber (rts), Evangelische Akademie Baden, Karlsruhe