Herrenalber
Protokolle
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Hrsg. von der Evangelischen Akademie Baden, 106 S., broschiert, 10 DM, Karlsruhe 1995, ISSN 09344-6007, Band 104 der Reihe Herrenalber Protokolle, Vertrieb: Evangelische Akademie Baden, Postfach 2269, 76010 Karlsruhe.
Eine unverblümte Kritik seitens der Kirche stand am Anfang der Geschichte des Romans. Aber bald griffen auch Geistliche zur Feder und versuchten sich als Romanautoren, um die "Erkenntnis der himmlischen Wahrheit" auch auf diese Art zu fördern. Und doch sieht es so aus, als ob die frühen theologischen Kritiker des Romans deutlich erkannten, daß in der "neuen Art zu schreiben" mehr steckte als nur der Wechsel einer literarischen Mode. Spielt der Romanautor die Rolle Gottes, indem er eine eigene Welt erschafft und lenkt?
Inhalt
Helmut Koopmann: Goethes Werther - der
Roman einer Krise und ihrer Bewältigung
Peter Rau: Weltverzehr. Über Gier und
Sucht bei Thomas Mann
Christoph
Asendorf: Der Atem der Rakete. Thomas Pynchons "Enden der
Parabel"
Marita
Rödszus-Hecker: "Es sind auch Bibeln, doch verkappte". Die Last der
Theologen mit der Lust am Roman
Klaas Huizing: Pastorale Belletristik. Romane als literarische
Form einer Alltags-Theologie
Zu den Autoren
Dr. Christoph Asendorf ist
Kulturwissenschaftler an der Universität Wuppertal, PD Dr. Dr. Klaas
Huizing ist Theologe an der Universität München, Professor Dr.
Helmut Koopmann lehrt Neuere Deutsche Literaturwissenschaften an der
Universität Augsburg, PD Dr. Peter Rau lehrt am Seminar für
Deutsche Philologie der Universität Mannheim, Dr. Marita
Rödszus-Hecker ist Theologin in Karlsruhe.